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    4 天前

    Für eine strengere Regulierung gibt es längst die rechtlichen Voraussetzungen. Nur werden sie bisher nicht in vollem Umfang und konsequent angewendet. Daher bräuchte es dringend mehr Vermittlung von Medienkompetenz in Schulen.

    Da hat der Autor sich aber ganz geschickt seine ganze Argumentation selbst entwertet.

    “Ja, es gibt schon Mittel die funktionieren würden, aber weil wir die nicht nutzen belassen wir es einfach bei Apellen.”

    Es bestreitet auch niemand, dass es vor social media nicht auch Rassismus/Sexismus u. ä. gab. Aber durch das ständige Wiederholen, gegen das man sich dank der Algorithmen nicht wehren kann, wird es halt Salonfähig gemacht.

    • kyub@discuss.tchncs.de
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      4 天前

      “Ich kann wieder sehr viel lernen; vor allem, daß das Volk meistens viel primitiver ist, als wir uns das vorstellen. Das Wesen der Propaganda ist deshalb die Einfachheit und die Wiederholung. Nur wer die Probleme auf die einfachste Formel bringen kann, und den Mut hat, sie auch gegen die Einsprüche der Intellektuellen ewig in dieser vereinfachten Form zu wiederholen, der wird auf die Dauer zu grundlegenden Erfolgen in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung kommen. Wer einen anderen Weg einschlägt, mag den oder jenen labilen Intellektuellenkreis beeinflussen, das Volk ist er nicht einmal an der Oberfläche zu ritzen in der Lage.”

      – Joseph Goebbels, Tagebuch, 29. Januar 1942

    • SpongyAneurysm@feddit.org
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      4 天前

      Es bestreitet auch niemand, dass es vor social media nicht auch Rassismus/Sexismus u. ä. gab. Aber durch das ständige Wiederholen, gegen das man sich dank der Algorithmen nicht wehren kann, wird es halt Salonfähig gemacht.

      Da geb ich dir recht. Der Autor streift diesen Punkt zwar kurz, misst ihm aber mE nicht annähernd genug Bedeutung bei, und sein Duktus bleibt “uns hat das früher auch nicht geschadet”, was zu beweisen wäre. Die Generation-Schulhofsnuff schneidet beim Thema politische Beeinflussbarkeit und AfD-Tendenzen jetzt auch nicht gerade vorbildhaft ab, und ich bin Teil dieser Generation.

      Aber ob es am Damals liegt oder am Heute, kann ich nicht sagen. Der Punkt, dass man der algorithmischen Wiederholung ausgesetzt ist gilt jedenfalls nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene und vermutlich geht das ebensowenig spurlos an denen vorüber, wie die Suchteffekte.

      Ich glaube das Einzige, was uns von Jugendlicen dabei unterscheidet ist, dass wir selbst in der Verantwortung stehen, während Jugendliche einer gewissen Fürsorgepflicht unterliegen. Daraus zu folgern, dass man mit Erreichen der Volljährigkeit immun gegenüber den schädlichen Einflüssen wird, wäre aber naiv. Das funktioniert ja bei Alkohol, Zigaretten und Glücksspiel auch nicht.