Der Grund für die schlechte Laune in der Gesellschaft ist der Mangel an öffentlich sichtbaren gesellschaftlichen Errungenschaften. Die Sachen die Einzelpersonen nicht selber machen können aber nutzen und nur durch Gesellschaft funktionieren - wie Kultur, Sport, Infrastruktur, Öpnv, etc. Hier kämpft der Staat darum überhaupt den Status quo zu halten bzw. hat das schon aufgegeben. Der Bereich des Lebens wo es Neuerungen gibt ist der privatwirtschaftliche. Und damit der, der vom persönlichen Einkommen abhängt und damit A) bei weitem nicht für alle verfügbar ist und b) sich nicht als Errungenschaft der Gruppe anfühlt. Man kann dazu nicht sagen:“Wir haben das geschafft.”
Was denken andere dazu?


Ursache der schlechten Stimmung ist, dass die Stimmung aktiv schlecht gemacht wird.
Medien, soziale wie klassische, funktionieren nur noch nach Engagementfarming. Und Medien sind halt wie wir die Welt wahrnehmen.
Es geht alles nur noch von Aufreger zu Aufreger. Mit dem Ergebnis, dass alle ständig aufgeregt sind…
Deswegen sind die ganzen Rechten gerade auch überall am Drücker: Mit dem haarsträubenden Unsinn, den die ständig von sich geben schaffen sie es zuverlässig die Schlagzeilen zu dominieren. Das fängt bei Donald Trump und macht vor dem fucking Bundeskanzler nicht halt.
Ich glaube schon auch, dass der Grund ist, dass vieles schlecht ist und es v.a. an der persönlichen Verbesserungsperspektive liegt, die oft eben nicht mehr vorhanden ist.
Viele gesellschaftliche Versprechen werden nicht mehr eingelöst, aber es wird noch so getan als gälten sie. Das macht unzufrieden.
Der 24h news cycle ist unser Untergang.