• simomat@feddit.org
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    6 months ago

    Klingt beim ersten mal Lesen absurd, ist aber in anderen Bereichen schon lange sehr ähnlich Gang und gäbe. Ich denke an die Halbleiterindustrie, bei der baugleiche Prozessoren in ihrer Leistung differenziert ausgeliefert werden, um andere Marktsegmente zu bedienen.

    • GenosseFlosse@feddit.org
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      6 months ago

      Nein? Bei CPUs ist es afaik so das kaputte Segmente abgeschaltet werden bevor sie ausgeliefert werden. Wenn sich nach der Fertigung herausstellt das es in einem CPU core einen Fehler gibt, dann wird die kaputte 8Core CPU eben etwas günstiger als 6Core CPU der gleichen Serie verkauft. Wenn er beim angestrebten Takt zu heiß wird dann wird er eben so verkauft dass der Maximaltakt niedriger liegt. Ansonsten müsste der Hersteller extrem viele Chips als Ausschuss wegwerfen und die restlichen CPUs wären sehr viel teurer.

      • GiantTree@feddit.org
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        6 months ago

        Ja und nein.

        Was du beschreibst ist völlig richtig und gerade im Consumerbereich die Norm.

        Aber im B2B-Bereich gibt es das, was VW bei Autos macht auch bei Prozessorkernen und Arbeitsspeicher: https://www.ibm.com/docs/en/power10/9786-22H?topic=environment-capacity-demand. Wenn deine Firma mehr Ressourcen benötigt, kannst du sie dazubuchen oder, um umgekehrt Kosten zu sparen, abschalten. Der Prozessor ist dabei aber in voller Kapazität und voll funktionsfähig ausgeliefert worden.

      • SierpinskiDreieck@feddit.org
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        6 months ago

        Gibt es da Berichte ob das wirklich noch so ist? Das klingt wie nicer PR Talk aus früheren Produktionszyklen und dann korrigiert man das einfach nicht wenn die Verarbeitung immer präziser wird.

        • asdf@feddit.org
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          6 months ago

          Bei den aktuellen Fertigungsprozessen wird das Problem sogar eher mehr als weniger. Immer kleinere Strukturen lassen sich nicht magisch präziser produzieren

          • SierpinskiDreieck@feddit.org
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            6 months ago

            Okay war neugierig. Der “Yield” und der “parametric yield” sind die Begriffe über die wir hier reden und die sind Industriegeheimnisse. Ist also ein “trust me bro” von TSMC. Weiß nicht ob ich da zu 100% blind darauf vertrauen würde.

            • asdf@feddit.org
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              6 months ago

              Parametric yield ist eigentlich was anderes. Das hier relevante ist “binning”, was den Prozess beschreibt, fehlerhafte aber teilweise funktionsfähige Chips zu sortieren (gibt’s genauso bei LEDs, eigentlich alle Halbleiter). Yield ist im Endeffekt, wie viele funktionsfähige Chips pro Wafer erwartbar sind. Das bedeutet aber nicht, dass jeder funktionsfähige Chip die Reinheit liefert, um daraus einen high end Chip zu machen. Selbst bei “gleichen” CPUs hat man z.b. unterschiedliche maximalenÜbertaktungsfrequenzen, weil nicht jeder Chip gleich ist.

              Und die aktuelle EUV Lithographie ist sowieso Magie, da glaube ich nicht, dass damit im Vergleich zu früher auf einmal mit 100% yield absolut fehlerfreie Strukturen hergestellt werden können (wenn schon Quanten Tunneleffekte beim Chipdesign die limitierende Größe ist)

              • SierpinskiDreieck@feddit.org
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                6 months ago

                Ich zweifle nicht daran dass es schwierig ist, ich bin skeptisch ob - im Zuge des Profitinteresse eines Unternehmens - ein Teil der Chips über die Notwendigkeit hinaus “gedrosselt” werden und damit künstlich die Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird. Das ist wahrscheinlich kein riesiges Problem, aber wäre ein sehr schönes Beispiel für Interessenskonflikte.

                Die einzigen Daten die mich überzeugen können, so sehr ich deine Expertise zu schätzen weiß, sind geheim.

    • jenesaisquoi@feddit.org
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      6 months ago

      Das hat aber oft physische Hintergründe. Kleiner Fehler in der Produktion? Prozessor läuft dann nur auf niedrigeren Frequenzen stabil. Oder man muss einen niht funktionierenden Teil deaktivieren, dann hat er eben einen Kern weniger.

    • schnokobaer@feddit.org
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      6 months ago

      Eigentlich ist es vor allem bei Pkw schon lange Gang und gäbe. Da gibt es dann vermeintlich unterschiedliche Motorisierungen zu unterschiedlichen Preisen, im Endeffekt ist es aber gerne der identische Motor mit identischen Anbauteilen, nur in der Firmware ist der Ladedruck beim 1.4er Modell hoher gedeckelt als beim 1.2er.